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Reisebericht Madagaskar – Ampitabe See, Andringitra Gebirge & Diego Suarez

Vieles lässt sich nicht in Worte fassen...

Seit vielen Jahren bereise ich die entlegensten und aufregendsten Länder der Erde mit ihren spannenden Kulturen, Schätzen und freundlichen Menschen. Jede Reise verändert mich durch das Kennenlernen des Fremden immer ein Stückchen mehr. Ganz besonders ist mir das auf der abenteuerlichen Reise durch Madagaskar bewusst geworden. Das „Land, wo der Pfeffer wächst“ hatte ich mir ehrlich gesagt nicht so abwechslungsreich vorgestellt, wie ich es auf der umfassenden Reise von a&e erleben durfte. 

Nach der langen Anreise via Paris und Marseille landen wir in den frühen Morgenstunden in Tana, so nennen die Einheimischen ihre Hauptstadt Antananarivo. Durch zähen Berufsverkehr quält sich unser Kleinbus zum Hotel in der Stadt. Erste Anlaufstelle ist der kleine Markt ganz in der Nähe, wo wir über den Töpfen und Pfannen die verschiedenen Mittagsgerichte erschnuppern und auch mutig probieren. Bei einer Stadtbesichtigung am Nachmittag können wir uns an die Temperaturen und die Zeitzone gewöhnen. 

Am nächsten Morgen starten wir in Richtung Osten, zum Ampitabe-See. Unser Resort nennt sich zu Recht „Nest der Träume“, denn am langen weißen Strand ist es einfach traumhaft. Am Abend starten wir zum Palmarium und statten den nachtaktiven Aye-Aye einen Besuch an. […] Und auch morgen steht ein Ausflug mit dem Boot ins Palmarium auf dem Plan und es ist wieder Zeit zum Staunen und Entdecken. Nun sind meine absoluten Lieblingstiere an der Reihe, die Lemuren. Darauf habe ich mich schon seit Jahren gefreut! […] 

Auf dieser Reise reiht sich wirklich ein Höhepunkt an den nächsten wie die Perlen auf einer Schnur – nur, dass wir dabei sind und von Perle zu Perle springen. Mit dem Boot auf dem Pangalanes-Kanal erkunden wir einen Teil des Regenwaldes mit seiner üppigen Vegetation und erreichen die wichtige Hafenstadt Tamatave, bevor wir mit dem Bus in Richtung Süden aufbrechen. […] Der Weg zum einzigartigen Ranomanfana-Nationalpark, wo uns Lemuren, Vögel und Orchideen auf den Wanderungen erwarten, führt immer wieder durch typisch madagassische Dörfer mit ihren kleinen traditionellen Handwerksbetrieben. Schüchterne Frauen mit ihren kleinen Kindern hocken im spärlichen Schatten, den ihre Hütten um die Mittagszeit spenden. 

Der Streik der Ranger des Isalo-Nationalparks macht uns einen gewaltigen Strich durch den weiteren Reiseplan. Doch Vohangy, unsere engagierte Reiseleiterin, zeigt sich als wahre Enthusiastin. Sie ist bestens mit ihrem Land vertraut und mittels Mobiltelefon in engem Kontakt mit der örtlichen Agentur, mit deren Hilfe spontan statt des Campingaufenthaltes im Park eine zauberhafte Alternative gefunden wird. Somit konnten wir immerhin einen kleinen Teil des Parks im warmen Abendlicht besuchen und den Anblick dieser einzigartigen Landschaft mit ihren erhabenen Felsformationen erleben und auf uns wirken lassen. Als zweiten Teil der Improvisation fahren wir ins Catta-Camp im Andringita-Gebirge. Unterwegs entdeckt der aufmerksame Fahrer immer wieder wunderschöne getarnte und so für uns unsichtbare Chamäleons, die unsere Kameras nicht zur Ruhe kommen lassen. Der Weg zum Camp wird bald für unseren Bus unpassierbar. Darum wechseln wir mit dem gesamten Gepäck in einem kleinen Dorf den fahrbaren Untersatz und tauschen unseren komfortablen Bus samt Fahrer gegen einen umgebauten LKW mit offener Ladefläche ein. In Windeseile ist das ganze Dorf auf den Beinen, um sich das Spektakel anzusehen. […] In der inzwischen tiefschwarzen Ferne tauchen die Lichter des Camps auf. 

Schon früh am nächsten Morgen jagen die Catta-Lemuren durch die Zeltgassen des Camps. Heute wandern wir durch die spektakuläre Bergwelt von Andringita auf den legendären Chamäleon-Berg, der vom Tal aus betrachtet seinem Namen alle Ehre macht. Der 360°-Blick ist atemberaubend schön, wir sind dem Himmel ein ganzes Stück nähergekommen und genießen die Sonne nach dem anstrengenden Aufstieg. Auf der anderen Seite geht es dann bergab, wo wir im Schatten eines kleinen Bäumchens unser gefülltes Baguette mit großem Appetit genießen. […] Die klangvollen Namen wie Ranomafana, Isalo oder auch Zombitse Vohibasia dieser einzigartigen Naturschätze machen mich jetzt noch ganz schwindelig. 

Im Süden der Insel tauchen sie endlich in der Ferne auf, die Baobab-Bäume. Ein kleiner Wald aus Baobabs, die uns in den tollsten Formen wie z. B. einer Kaffeekanne gegenüberstehen. Toll – ich bin schon wieder begeistert. Der nächste Tag ist frei. In einer schönen Unterkunft mit dem verheißungsvollen Namen „Nautilus“, direkt am weißen Sandstrand, haben wir uns für zwei Nächte einquartiert. Hier ist Zeit, die bisherigen Erlebnisse zu verarbeiten und zu realisieren: Ja, ich bin wirklich hier. […]

Morgen fliegen wir via Tana in den Norden Madagaskars nach Diego Suarez. Dort erwartet uns ein anderer Reiseleiter zur kurzen Stadterkundung und bringt uns in die exklusive „Nature Lodge“. Auch auf der dritten und letzten Etappe der Reise erwarten uns spannende Erlebnisse. Im Montagne d‘Ambre-Nationalpark machen wir die Entdeckung der seltenen Fossa. Oben in den Baumkronen beobachten wir mit weit nach hinten geneigten Köpfen und schmerzenden Nackenwirbeln zwei Fossa vor der Paarung! Unglaublich schöne Tiere mit seidigem Fell, am besten allerdings mit dem Teleobjektiv oder Fernglas zu betrachten. Aber Vorsicht! Nicht auf den Regenwurm treten, gut getarnt aber immerhin dicker und länger als das klassische Schweizer Taschenmesser. Hier ist alles entweder überdimensional groß oder winzig klein. […] 

Nach einem ausgiebigen Picknick fahren wir jeweils zu dritt im Jeep auf engen Sandpisten durch die Berge. In der Ferne erblicken wir zur Linken das Meer, zur Rechten die unendlich scheinende Weite. Nach einiger Zeit biegt der Fahrer von der Piste ab und völlig überraschend stehen wir am Rand der imposanten Tsingy Rouge! Nach einem kurzen Abstieg, der es in sich hat, stehen wir mitten im Wunderwerk der Natur aus rotem und weißem Mergel und Kalkstein. […] 

Und schon am nächsten Morgen dann die Tsingy von Ankarana – wieder ganz anders, wieder ganz toll. Nach einer kurzen Wanderung im schattenspendenden Primärwald erblicken wir die weite Ebene mit den messerscharfen, granitgrauen Nadelfelsen, die sich aus dem kalkhaltigen Untergrund gebildet haben. Bei strahlendem Sonnenschein geht es durch Canyons, über Hängebrücken und durch Höhlen. Weit und breit Nichts und Niemand, außer den Tsingy und uns. […] 

Am Nachmittag sind wir mit einem Sack voller atemberaubender Bilder im Kopf und auf der Speicherkarte in der Unterkunft. Die im Programm übrigens als „sehr einfach“ beschriebenen Hütten haben sich als erstaunlich komfortabel mit Dusche, WC und Moskitonetz erwiesen. […] 

Natürlich kann ich hier nur einen ganz kleinen Bruchteil dieser genialen Reise beschreiben, da hat einfach alles gestimmt und ich bin restlos begeistert. Vieles lässt sich eben einfach nicht in Worte fassen; man muss es selbst erlebt haben. Und genau dieses intensive Erleben der unterschiedlichen Menschen, die Düfte und Farben auf den Märkten am Wegesrand, die einzigartigen Landschaften, Pflanzen und Tiere haben nicht zuletzt durch ständigen „Bodenkontakt“ meine Sinne berührt und Madagaskar zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht. Den krönenden Abschluss der Reise durften wir dann auf einer Trauminsel mit dem verheißungsvollen Namen Nosy Be in einem der besten und ausgezeichneten Wellness-Hotels, dem Vanila Hotel & Spa, genießen. 

Auf allen meinen Reisen war ich von den starken Eindrücken der Naturparadiese fasziniert, Madagaskar gehört ganz bestimmt dazu. Eine Reise, die so spannend und abwechslungsreich ist, wie das Reisen selbst.

Susanne Herrmann

 

Entdecken Sie die faszinierenden Landschaften Madagaskars: Madagaskar Reisen

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