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Reisebericht Uganda – Bwindi Nationalpark & Rhino Sanctuary

Berggorillas, Schimpansen & Breitmaulnashörner

Natürlich ist Afrika immer wieder etwas Besonderes, zumindest für mich. Denn nur hier kann man so viele Tiere sehen. Und fast jedes Land in Afrika kann ganz unterschiedlich sein.

Uganda liegt am Äquator und am großen Viktoriasee, hier sind die fruchtbaren Niederungen und auch die äußerst fruchtbare Bevölkerung zu Hause (Schnitt 5-10 Kinder), wobei wir schon bei einem Hauptproblem wären. Kinder sieht man sehr viele, aber eigentlich sind die Ackerflächen schon bebaut und so kann man auch die Grenze zu einem Nationalpark daran erkennen, dass es keinen Übergang gibt, sondern direkt hinterm Acker der Urwald beginnt –als harte abrupte Grenze.

Die Bevölkerung ist überwiegend total nett und findet es noch interessant, wenn ein Overlander (umgebauter LKW) mit muzungus (Weiße) übers Land fährt. Die Kinder sind begeistert. Touristen sind eine eher seltene Attraktion zumindest im Hinterland.
Ein Höhepunkt war der Besuch der Berggorillas. Wir haben in einer Höhe von 2400 Meter übernachtet und am nächsten Morgen wurden wir dann auf einem Weg abgesetzt und von da aus ging es dann einen Pfad entlang, danach mit Machete quer durchs Unterholz. Und es hat gar nicht so lange gedauert, da saß ein Gorilla im Grünen und hat genüsslich vor sich hin gegessen. Wir haben ein kleine Gorillagruppe von ca. sieben Tieren gefunden. Die Gruppe wanderte ein bisschen weiter und wir folgten ihr. Man darf bei den Gorillas eine Stunde bleiben und sich Ihnen nicht mehr als auf sieben Metern nähern. Aber manchmal kommen sie selbst näher an einen ran. Die Gorillas sind viel größer als man sich das vorstellen kann. Ein Silberrücken hat sich dann auch mal auf die Brust getrommelt, was schon Eindruck macht. Oft waren die Gorillas auch hinter der Vegetation versteckt, was sich fürs fotografieren ziemlich schlecht macht. Der Rat nur einige Fotos zu machen und sich dann lieber hinzusetzen und nur zu schauen und die Zeit zu genießen, ist sicher ein guter.  Auf alle Fälle ist es viel beeindruckender die Gorillas so zu Fuß in ihrer Umgebung zu sehen als hinter Gittern oder Glasscheibe. Es gibt nur noch 600 Berggorillas und davon lebt ein Teil im Kongo und was da momentan passiert, weiß keiner. Keine Ahnung ob die Generation nach uns noch in der Lage sein wird Berggorillas zu sehen.

Bevor sich eine Touristengruppe auf den Weg macht, sind schon Wildhüter unterwegs und suchen die Gorillas, so dass die Chancen ziemlich groß sind auch welche zu Gesicht zu bekommen. Der Fundort des Vortages wurde mit GPS gespeichert und von dort wird die Suche gestartet.

Jeder Nationalpark ist ein Höhepunkt und das Sehen von Zebras, Giraffen, verschiedenen Gazellen, Paviane, viele verschiedene andere Affen und Elefanten war kein größeres Problem. Man befindet sich meistens fast allein im Park und begegnet nur selten jemandem.
Wir waren auch in einem Schutzgebiet für Schimpansen und haben auch zwei gesehen, der Eine ziemlich weit oben auf einem Baum und der Andere hat sich ziemlich schnell auf einen Baum zurückgezogen. So haben wir die restliche Zeit damit zugebracht durch tropischen Regenwald zu wandern, was auch sehr schön war.

Ein weiteres tierisches Highlight war das Rhino Sanctuary. Nashörner sind seit der Regentschaft von Idi Amin „ausgestorben“ – weggeknallt wäre der bessere Ausdruck, aber man bemüht sich wieder Breitmaulnashörner anzusiedeln. In einem eingezäunten Gelände, das aber größer ist als das natürliche Revier eines Nashorns haben sie begonnen eine Gruppe aufzubauen. Man darf dort in gebührendem Abstand zu Fuß hingehen. Rhinos sehen ziemlich schlecht. Und es gab gerade ein 14 Tage altes Kalb. Das war sehr lustig wie es noch nicht so ganz trittsicher herumgestolpert ist. Traurig an dem Ganzen, dass die Rhinos – es sind nun acht- rund um die Uhr bewacht werden müssen. Allein Südafrika verliert jeden Tag drei Nashörner wegen Wilderei, was an die direkte Adresse nach China geht. Das sind mehr als 1000 Exemplare pro Jahr!!

Die Landschaft, auch wenn sie sehr landwirtschaftlich geprägt ist, ist hügelig, bergig und zum Teil in Terrassen angelegt. Alles ist noch sehr kleinräumig und die normalen Felder sind kleiner als einen Hektar. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Wäldchen oder große Bäume, so dass es fast nie langweilig wird. Im Hochland gibt es dann schon mal große Teeplantagen, die allerdings in der Hand von Indern sind, so wie man auch in allen größeren Läden sieht, dass die Inder hier die Geschäfte machen. Der halbe Flieger war voll von Indern. Die halten die Wirtschaft am Leben, ich habe mich allerdings gefragt, ob es zwischenzeitlich nicht auch ugandische BWLer gibt, die das auch so könnten. Das ist historisch begründet und wahrscheinlich in der jetzigen Situation nicht mehr leicht rückgängig zu machen.

Die Gegend um den weißen Nil war landschaftlich auch sehr schön. Hier ist der Nil noch ein zum Teil wilder Fluss mit einer artenreichen Vogelfauna. So viele Reiher, Störche, Schuhschnäbel, Ibisse, Komorane und Eisvögel, daneben wieder unzählige Flusspferde. Wir hatten an zwei verschiedenen Stellen Bootstouren und da gab es richtig viel an Vögeln zu sehen. Man hatte den Eindruck –hier ist der Nil noch in Ordnung. Selbst die Nilquelle kann besichtigt werden! Der weiße Nil entspringt dem Viktoriasee, aber an der Stelle scheint es auch Quellen zu geben – und so wird das als Nilquelle identifiziert. Nun ja. Aber wusstet ihr, dass ein Teil der Asche Mahatma Ghandis hier in den Nil gestreut wurde. Ich auch nicht. Dazu gibt es dann ein Denkmal.

Insgesamt betrachtet ein Urlaub mit vielen Eindrücken und Afrika hat mich mal wieder gepackt. Man muss sich halt im Klaren sein, was man in seinem Urlaub will. Klar macht es nicht immer Freude bei noch Nacht aufzustehen, Frühstück zu machen, zu spülen und die Zelte fast jeden Tag wieder abzubrechen. (geschlafen wurde auf Feldbetten). Allerdingst sitzt man am Abend auch fast immer am Lagerfeuer und nicht selten kreuzt ein Buschbock die stillsitzende Truppe oder eine Schleichkatze schleicht sich an um zu erhaschen, was vielleicht übrig ist.  Auch Paviane können mitunter lästig werden. Die bekommt man manchmal näher zu sehen als das einem lieb ist. Oder die Nilpferde rasten in Sichtweite.

Empfangen wurden wir zu Beginn der Reise mit den Worten: This is not holiday –this is adventure. Eigentlich war die Umgangssprache englisch. Aber zum Glück war ich nicht die einzige Deutsche. (4 deutsche, 2 Schweizer, 1 Kanadier und eine Person aus Guadeloupe).

Im Grunde kann ich jedem dieses „Abenteuer“ empfehlen, der bereit ist auf Komfort zu verzichten und in der Lage ist sich fremden Gegebenheiten anzupassen. Ich ziehe das jedem Hotel oder Lodgeaufenthalt vor. Manchmal gab es eben nur eine afrikanische Dusche (gefüllte Wasserschüssel, auch mal nur kalt), es ist bemerkenswert wie schnell man das auch gar nicht mehr als so wichtig empfindet. Aber das Essen war ausgezeichnet!!! Es ist interessant, was man auf nur einem Gaskocher und auf dem Lagerfeuer für tolle Gerichte zubereiten kann. Aufläufe, sogar desserts waren keine Seltenheit.

Ja und nun hat mich die Arbeit wieder, was für ein Gegensatz. Ich denke, es wird nicht mein letztes Buschabenteuer bleiben.

Beate Melzer

Sind Sie auch bereit für ein Buschabenteuer? Dann schauen Sie doch mal zu unserer Uganda Reise "Begegnung mit den Berggorillas"!

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